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Was passiert, wenn ein schweres Erdbeben Basel, das Wallis, die Innerschweiz oder das Engadin verwüstet?

Viele Eigentümer und Eigentümerinnen von Grundstücken – öffentliche wie private – sind nicht oder nicht genügend gegen dieses selten auftretende Grossrisiko versichert.
Der Verband der Hauseigentümerinnen und -eigentümer geht davon aus, dass alle Schweizer Steuerzahlenden zur Kasse gebeten würden. Die SteuerzahlerInnen müssten dann, um in meiner engeren Heimat zu bleiben, die Milliarden-Schäden in der Region Basel decken. Das nur, weil die Liegenschaftsbesitzer die Risikoabsicherung nicht selbstverantwortlich vornehmen. Das ist eine unhaltbare Situation.

Es braucht eine nationale obligatorische Erdbebenversicherung. Das Risiko muss wie beiden anderen Elementarschäden solidarisch getragen werden. Wir tragen in Basel auch das Risiko eines Lawinenniedergangs in den Bergregionen mit. Der Bund braucht dazu eine Verfassungskompetenz, mit der er ein Obligatorium durchsetzen kann. Nötig ist das schlicht und einfach, weil die Kantone, die Versicherungsbranche und die Hauseigentümer während 20 Jahren nicht in der Lage waren, eine föderalistische Lösung zu finden, die von allen Kantonen mitgetragen wird
.
Das verlangt meine Parlamentarische Initiative für eine Erdbebenversicherung. In der zuständigen Kommission des Nationalrates UREK unterlag meine parlamentarische Initiative mit nur 12 zu 11 Stimmen.

In der Zwischenzeit bringen neue wissenschaftliche Untersuchungen neue Erkenntnisse: Das Erdbebenrisiko in der Schweiz ist höher als bisher angenommen. Betroffen sind auch neue Gebiete wie etwas das Engadin.

Damit sprechen noch mehr Argumente für die Annahme meiner parlamentarischen Initiative.  Bei deren Umsetzung sind mehrere Lösungsvarianten denkbar:

  • Der Bund verpflichtet zur obligatorischen Versicherung. Die Umsetzung passt sich den kantonalen Gegebenheiten an.
  • In Kantonen mit einer kantonalen Gebäudeversicherung wird sie die Abwicklung vornehmen.
  • In Kantonen ohne kantonale Versicherung erfolgt die Umsetzung via die privaten Versicherungen der Branche.
  • Wichtig ist eine einheitliche Prämie, die bezahlbar ist. Der Bund rechnet mit einer Versicherungslösung für eine Prämie von Fr. 100. — mit Abdeckung der Schäden an Immobilien, Mobiliar und Betriebsrisiken.


Unterstützung bieten müsste auch die Finma. Denn viele Eigentümer wären nach der Zerstörung ihrer nicht versicherten Gebäude nicht mehr in der Lage, ihre Hypotheken in einer teilzerstörten Schweiz zu bedienen. Mark Branson hat im Interesse einer Risikoabdeckung für den Finanzplatzes Schweiz alles Interesse an einer Absicherung des Risikos. Angesichts der gestiegenen Erdbebengefahr müssen Parlament und Finma endlich handeln. 


 

Termine

25. August 2019
Bühne frei
Ort: Aula Wilmatt, Therwil
Flyer

02. September 2019
Grosser Wahlanlass mit den frbb-Kandidatinnen für den National- und Ständerat
Ort: folgt