15.jpg

Pressedienst der SP Schweiz vom 27. Januar 2008

Trotz der 68-Milliarden-Stützungsaktion von Bund und Nationalbank will die UBS einer Meldung der Sonntagszeitung zufolge für 2008 weiterhin Boni in Höhe von 2 Mrd. Fr. auszahlen. Die Finma und der Bundesrat müssen die geplanten Bonus-Zahlungen stoppen. Statt ans WEF zu den Krisen-Verursachern nach Davos zu pilgern, sollen Bundesrat und die Nationalbank in Bern ihren Job machen. Dazu gehören die Regulierung gegen neue Abzockerei bei den Banken, ein wirksames Konjunkturpaket und der Kampf gegen den zu harten Franken.
Bonus-Zahlungen einer Bank, die Staatshilfe beansprucht, sind politisch unhaltbar und auch wirtschaftlich nicht gerechtfertigt. Interessant dazu die Thesen, die Professor Martin Janssen, a.o. Professor des Swissbanking Institutes der Uni Zürich, vertritt:

These 1: Boni für Banker sind nicht notwendig. Stattdessen können die Gehälter der Kader um 30 Prozent gesenkt werden. Auch dann noch verdienen Banker mehr als Manager in vergleichbaren Positionen der Realwirtschaft.

These 2: Die Krise des Finanzsektors ist viel tiefer als bisher angenommen. Die Staaten können die Banken mit den bisherigen eingesetzten Instrumenten nicht mehr retten. Die Aktionäre und Aktionärinnen müssen auch auf ihre Rechte verzichten. Zur Sanierung der Banken beitragen müssten auch die Gläubiger und zwar mit der Umwandlung eines Teils ihrer Forderungen in Eigenkapital.

These 3: Die Banken müssen ihre volkswirtschaftliche Aufgabe der Kreditversorgung – dank dem Staat – erfüllen und ohne einen Tag Unterbruch die Unternehmen und Haushalte mit Krediten versorgen.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel:

Stoppt die Boni für die UBS-Kader!

Musterbrief an den Bundespräsidenten Hans-Rudolf Merz:

Musterbrief
Termine

11. April 2019
Wie viel Staat braucht der Mensch?
Ort: NZZ-Foyer, Zürich
Einladung