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Andréa M. Maechler ist vom Bundesrat als neues Mitglied des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank gewählt worden. Sie tritt die Nachfolge von Jean-Pierre Danthine an. Mit Frau Maechler ist erstmals eine Frau in die Leitung der wichtigsten wirtschaftspolitischen Institution der Schweiz gewählt worden. Sie ist die erste Frau im Direktorium in der 108-jährigen Geschichte der SNB.

Ich kenne Frau Maechler nicht persönlich. Aber sie erfüllt von aussen gesehen, in idealer Weise alle Voraussetzungen für den Posten. Sie ist Westschweizerin mit einem beeindruckenden beruflichen und wissenschaftlichen Curriculum in der Westschweiz, in Canada und in den USA. Sie ist derzeit stellvertretende Leiterin des Bereichs „Globale Märkte-Analyse" des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington Ihr Lebenslauf zeigt: Sie hat Führungserfahrung, ein fundiertes Wissen im Bereich der internationalen Währungsangelegenheiten und der Finanzstabilität und kennt auch aus praktischer Erfahrung die Tätigkeit einer Zentralbank (Geldpolitik, Finanzstabilität, Finanzmärkte, Risikomanagement). Mit ihrer Erfahrung in verschiedenen internationalen Organisationen ist sie international sehr gut vernetzt, was für die Schweiz immer wichtiger wird. Zur Bilderbuch-Karriere gehört auch, dass sie Mutter von zwei Kindern ist.

Frau Maechler erfüllt – von aussen betrachtet - in idealer Weise das Anforderungsprofil einer Direktorin der SNB. Endlich ist mit ihr auch die angemessene Vertretung der Geschlechter in der SNB-Leitung sichergestellt. Nebenbei bemerkt sei nur: Mit einer Wahl eines Mannes hätten sich der Bundesrat und die Schweizerische Nationalbank hoffnungslos blamiert. Die Wahl von Frau Maechler freut mich sehr und bestätigt, dass auch der Bundesrat findet, wenn er bloss endlich gezielt nach Frauen in Kaderpositionen sucht.

Termine

26. Nov. – 14. Dez. 2018
Wintersession
Ort: Bern